
Wenn Du Deinem Hund die Barf-Mahlzeiten selber zusammenstellen möchtest, ist es notwendig einen Barf-Plan genau zu berechnen, damit alle Nährstoffe bedarfsdeckend enthalten sind.
Diese Pläne erstellen oftmals Ernährungsberater für Dich. Mit dieser Anleitung kannst Du nun für Deinen gesunden Hund selber einen Plan erstellen.
Sollte Dein Hund eine Krankheit haben, solltest Du immer einen Ernährungsberater zu Rat ziehen, da es durch Krankheiten zu Änderungen im Barf-Plan kommen kann. Zudem solltest Du beachten, dass Welpen & Junghunde sowie Senioren andere Bedarfswerte haben.
Bevor Du beginnst die Mahlzeit zu planen, musst Du erst die individuelle Futtermenge ermitteln.
Generell kannst Du Dich hierbei an Richtwerten orientieren, die durch die Aktivität und die Größe Deines Hundes beeinflusst werden und mit dem Zielgewicht berechnet werden müssen.
Bei der Berechnung helfen Prozentrechner, die Du einfach über Google finden kannst.
Um die optimale Futtermenge zu finden, solltest Du ebenfalls die Aktivität und den Hormonstatus Deines Tieres mit einbeziehen. Je aktiver ein Hund ist, desto mehr Nährstoffe benötigt er. Währenddessen benötigen kastrierte Hunde weniger Nährstoffe, da sich der Stoffwechsel verlangsamt.
Beispiel: Bruno (kastriert) erhält 500 Gramm bzw. 3% seines Körpergewichts. Er ist als Bürohund weniger aktiv. Somit ergibt sich die folgende Rechnung für die tägliche Futtermenge:
500 g x 1,0 x 0,9 = 450 g
Mit der errechneten Futtermenge geht es nun an die genauere Planung. Die standardisierte Zusammensetzung von BARF besteht aus pflanzlichen & tierischen Futterkomponenten, die jeweils nochmal unterteilt werden.
Manchmal müssen, aufgrund von Unverträglichkeiten oder Vorlieben, Änderungen am Plan vorgenommen werden. Die Gesamtmenge des Futters ändert sich dabei nicht, sondern nur die Verteilung.
Formel zur Berechnung des Zusatzfettes: (Fleischmenge x (Zielfettwert/gewünschter Fettanteil in % - Ausgangsfettwert/fettanteil im Muskelfleisch in %)) : (100 % - Ausgangsfettwert in %)
Nun kannst Du anhand der Prozentzahlen alle Bestandteile einzeln berechnen und die Menge auf die Woche hochrechnen (x7).
Oftmals erhältst Du dabei ungerade Zahlen. Um Dir das Portionieren zu vereinfach, kannst Du diese Zahlen ohne große Sorgen runden.
z.B. 588 Gramm zu 600 Gramm runden.
Letzter Schritt
Mach's Dir einfach
Oftmals, vor allem bei geringeren Tagesmengen, lohnt es sich für mehrere Wochen ein sogenanntes Komplettfutter anzumischen. Dabei kaufst Du für z.B. 4 Wochen alles ein und verteilst es dann in passende Gefrierdosen. Das tägliche Futter kannst Du dann bequem pro Tag aus dem Gefrierer nehmen & musst nur einmal pro Monat alles vorbereiten.
Öle und Zusätze kannst Du am besten frisch pro Tag hinzugeben.
Für Pulverzusätze eignet sich ein Salz- und Pfefferstreuer, da es meist sehr kleine Mengen pro Tag sind. Den Streuer kannst Du wöchentlich mit den Zusätzen füllen und dann jeden Tag ein bisschen über das Futter geben.
Um das Fleisch zu portionieren, kannst Du es unbesorgt antauen bzw. auftauen lassen & danach wieder einfrieren.
Wenn Du Pansen fütterst, kannst Du diesen nur antauen lassen, damit er nicht so intensiv riecht. Dies macht das Portionieren angenehmer.
Wenn die Prozentrechnung zu Schwierigkeiten führt oder Du Dich überprüfen möchtest, kannst Du mit Hilfe von Prozentrechnern ganz einfach alle Bestandteile berechnen.
Um Dir das Portionieren zu vereinfachen, haben wir gewolfte Mixe im Sortiment, die einzelne Komponenten im optimalen Barf-Verhältnis enthalten.
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